Hallo, ich hab vor ein paar Tagen Hebräer 6, vers 4-6 gelesen. [4 Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist 5und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt 6und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.] Ist es für jemanden, der gläubig geworden ist, dann aber mal vom Glauben abgekommen ist, also wirklich vorbei? Kann sich derjenige dann nicht mehr bekehren? Wenn derjenige wieder zum Glauben und zu Gott kommen wollen würde, würde ihn Gott dann nicht mehr aufnehmen?
top of page
bottom of page





Hallo Felix, das ist ein sehr spannender Vers. Wenn wir uns die Stelle genau anschauen sehen wir: Es geht hier um bekehrte Leute, die Gott wirklich erlebt haben. Sie haben das Wort Gottes kennengelernt, den heiligen Geist empfangen und sind in seiner Kraft/Vollmacht unterwegs gewesen. Kurz gefasst: Sie haben Gott auf so ziemlich jede Weise erlebt, auf der es möglich ist. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Personen, welche Gott so erlebt haben, sich überhaupt von ihm abwenden. Unwahrscheinlich, aber trotzdem nicht ganz unmöglich... Was bedeutet abfallen in dem Sinne überhaupt? Ist man abgefallen, sobald man sündigt? Nein. Wir wissen, dass uns durch Jesus alle Sünden vergeben sind. Sowohl die Sünden aus der Zeit, in welcher wir Gott noch nicht kannten, als auch die Sünden, die wir als Christen begangen haben. Unsere Sünden ändern für uns als wiedergeborene Christen nichts daran, dass wir gerettet sind, solange wir Jesus als unseren Erlöser annehmen. Wenn sich jemand, der sich bekehrt hat, jedoch dazu entschließt sich gegen Jesus zu stellen (sozusagen, wie das Gegenteil der Bekehrung), dann verwirft er seine Errettung. Als Christen haben wir nämlich nach wie vor einen freien Willen und könnten theoretisch unsere Errettung im Nachhinein ablehnen. Aber ganz wichtig: Hierzu müsste man sich bewusst entscheiden. Jemand der sich wirklich bewusst gegen Jesus wendet, obwohl er ihn erlebt hat, hat meines Erachtens nach laut Hebräer 6 tatsächlich nicht mehr die Möglichkeit erneut umzukehren. Aber bei diesen Leuten hält es sich wirklich um absolute Ausnahmen. Beispielsweise Prediger, die zu Satansanbetern werden, oder dergleichen... Jemand der einfach eine Weile fleischlich/weltlich lebt, wird von Gott nicht verworfen. Seine Errettung gilt auch in der Zeit, in welcher er nicht mehr so richtig am Glauben festhält. Solange er sich nicht bewusst gegen Jesu Werk am Kreuz auflehnt, ist seine Errettung also gültig. Hat das deine Frage beantwortet? Viele Grüße, Jarib